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Wie kommt eigentlich die Farbe aufs Astrofoto?

Posted by Christian Plasounig on 23. Februar 2012
Posted in: Technik. Tagged: astrofotografie, Astrofotos, Bilder, Farben, fotos, M42, M51, Orionnebel, Whirlpool. 1 comment

Wer schon einmal in einer Sternwarte durchs Teleskop geschaut hat weiß, dass alles was man im Fernrohr sehen kann, bis auf ein paar helle Planeten und Sterne, in tristen Grautönen erscheint. Auch Objekte die auf bekannten Astrofotos richtig farbenfroh erscheinen sind im größten Teleskop nur schwarz-weiß. Mancher Amateurastronom rühmt sich oftmals bei „idealen“ Bedingungen zB. im großen Orionnebel einen Hauch von Farbe erkannt zu haben, doch letztendlich sind es bestenfalls leichte Ocker-  oder Grüntöne.

 ABER wir kennen doch alle die beeindruckenden farbigen Bilder der Himmelsobjekte!

Aber warum sind die Fotos trotzdem bunt?

Böse Zungen behaupten ja, die Bilder seien nachträglich eingefärbt, doch das stimmt so nicht. Es gibt zwar Bilder, wo z.B. Röntgen- oder Infrarotstrahlen, die für das menschliche Auge nicht sichtbar sind, abgebildet werden und deshalb eingefärbt werden müssen. Doch eine Vielzahl der Bilder, wenn nicht sogar die meisten „bekannten“ Fotos, wird in dem für Menschen sichtbaren Bereich aufgenommen. Deshalb sind deren Farben dann auch echt.

Im Bild unten ist der Große Orionnebel vom Hubbleteleskop abgelichtet worden und zwar im sichtbaren Licht. Nähere Infos dazu auf der offiziellen Seite. Das Bild darunter zeigt die Whirlpool-Galaxie (M51) in ihrer vollen Farbenpracht, auch von Hubble aufgenommen.

Der große Orionnebel Credit: NASA, ESA, M. Robberto (STScI/ESA) and The Hubble Space Telescope Orion Treasury Project Team

Whirlpool Galaxie (M51)

Whirlpool-Galaxie (M51) Credit: S. Beckwith (STScI) Hubble Heritage Team, (STScI/AURA), ESA, NASA

 

Warum sehen wir dann keine Farben im Fernrohr?

Das liegt am menschlichen Auge. Ab einer gewissen Dunkelheit können nur noch Helligkeitsunterscheide aber keine Farbunterschiede wahrgenommen werden. In der Nacht sind bekanntlich alle Katzen grau. Das Auge kann bei Dunkelheit keine Farben unterscheiden. Kameras sind da genügsamer, da braucht man nur lange genug zu belichten und das Bild wird bunt. Deshalb können wir mit technischen Meisterwerken wie dem Hubble Weltraumteleskop oder vielen erdgebundenen Teleskopen die Farbenpracht des Himmels beobachten.

Woher diese Farbenvielfalt am Himmel kommt und was dabei eine Rolle spielt ist eine andere Geschichte …

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  1. Daniel
    View 6. April 2016

    Sehr aufschlussreich. Thx for it 🙂

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