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„Der April macht was er will“ heißt ein altes Sprichwort. Er hat allerdings bis jetzt nicht das gemacht, was sich ein Hobbyastronom gerne wünscht, nämlich einen ruhigen, klaren Himmel.

Das heißt aber nicht, dass keine Beobachtung möglich ist. Es gibt momentan viele lohnende Objekte für große und kleine Fernrohre.

Nach wie vor strahlt Venus schon vor der Dämmerung hoch und hell im Westen und macht dem Namen „Abendstern“ wirklich alle Ehre. Ein Blick durchs Okular zeigt eine schöne Sichel des Planeten, die jetzt immer größer wird.

Während sich Jupiter im Westen praktisch verabschiedet hat, steht Mars leicht orange gefärbt zu abends auffällig im Süden im Sternbild Löwe hoch am Himmel.

Ein Schwenk nach Osten und auch Saturn  weiterlesen…

<< Teil 2 meines Berichts zu den aktuellen Entwicklungen im Bereich der Weltraumpolitik. Der erste Teil wurde am Freitag veröffentlicht.

In 15 Jahren ein erneuter Mondspaziergang?

Raumfahrt ist immer ein politisches Thema, denn nur Staaten können diese Kosten (mit-)tragen. Auch wenn Projekte zum Teil von der ESA finanziert werden, muss man bedenken, dass auch hier die Mitgliedstaaten ihren jährlichen Beitrag leisten.

Eine Chance die Kosten möglichst niedrig zu halten ist die Kooperation verschiedener Nationen. Auch die ISS wäre ohne die Zusammenarbeit von NASA, ESA, den Kanadiern, Japan und Russland nicht zustande gekommen. Nur ein Staat probt den Alleingang: China. Das Reich der Mitte hat mittlerweile ein sehr ambitioniertes Weltraumprogramm auf die Beine gestellt. Erklärtes Ziel ist die Errichtung einer eigenen Raumstation und ein neuer Mondflug. Sollte es zu keinen groben Verzögerungen kommen, dann ist in den nächsten 10 bis 15 Jahren mit einem neuen Mondspaziergang zu rechnen, meint Peter Hulsroj vom ESPI. weiterlesen

Der Weltraum. Unendliche Weiten. Ein rechts- und politikfreier Raum? Nein, nur wird den Raumfahrtaktivitäten in Europa sehr wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Unsere privilegierte Stellung auf diesem Hochtechnologie-Sektor ist gefährdet. Die IAAZ war bei einem Vortrag von Peter Hulsroj, Direktor des European Space Policy Institute (ESPI) zum Thema „Aktuelle Entwicklungen der Europäischen Weltraumpolitik“ dabei. weiterlesen…

Wer kennt ihn nicht, den strahlenden Lichtpunkt der meist als Erster in der Dämmerung sichtbar wird? Der Abendstern wird er im Volksmund genannt. Gemeinsam mit dem Polarstern streitet er sich auch um den Mythos „hellster Stern“, worüber ich in meinem letzten Beitrag ausführlich geschrieben habe. Doch ist es wirklich ein Stern?

Nein, der Abendstern ist eigentlich ein Planet – die Venus! Unser innerer Nachbarplanet reflektiert das Sonnenlicht so stark, dass er bereits in der Dämmerung erscheint. Wenn sie am Himmel steht, dann leuchtet sie auch rund 10-mal heller als Sirius, der hellste Stern am Nordhimmel. Continue Reading

Der Mond dominiert dieses Wochenende das Firmament! Vollmond am 8. März ist zwar schon knapp vorbei, dennoch erhellt er den Himmel derart, dass die meisten Galaxien unsichtbar werden und so wohl viele Fernrohrbesitzer ihre Geräte erst gar nicht aufstellen. Der Himmel bietet aber dennoch einige Highlights: Nach wie vor sind 5 Planeten mit freiem Auge gut sichtbar. Merkur wird sich in der nächsten Woche vom Abendhimmel verabschieden, kann aber um 18:45 noch tief im Westen aufgespürt werden. Dagegen strahlen Venus und Jupiter sehr auffällig im Südwesten und kommen sich dieses Wochenende sogar „recht nahe“. Venus verschwindet nach 21:15 vom Himmel, Jupiter folgt eine halbe Stunde später. Auch Mars weiterlesen…

[latexpage] Wir sind bei Führungen auf der Sternwarte immer bemüht die kosmischen Zusammenhänge möglichst bildhaft und vorstellbar darzustellen. Das ist aber in gewisser Hinsicht paradox, weil wir ja vom Unvorstellbaren sprechen (bzgl. Größe und vor allem Entfernung). Das menschliche Hirn ist schlichtweg nicht dafür konzipiert sich solche Dinge auszudenken oder vorzustellen. Trotzdem sind Wissenschaftler in der Lage das Universum mehr oder weniger gut zu erklären und zu beschreiben. Heute wollen wir wieder einen Ausflug in diese unvorstellbaren Dimensionen machen.

Dazu schlage ich ein kleines Gedankenexperiment vor. Wir nehmen die Entfernung unserer Sonne zum nächstgelegenen Stern, Alpha Centauri. Dieser ist $4 ~ \mathrm{Lj}$ (Lichtjahre) von der Erde entfernt. Was heißt das? Zur besseren „Vorstellung“: Wir schrumpfen die Erde auf $ 1,2 ~ \mathrm{cm}$ Durchmesser. Jetzt wäre die Entfernung zu Alpha Centauri ca. $ 40.000 ~ \mathrm{km}$ (ca. der reale Erdumfang) spätestens jetzt ist Staunen angesagt 😉

Wir gehen mit gutem Grund davon aus, dass unsere Sonne in jeglicher Hinsicht ein recht durchschnittlicher Stern ist. Für unser Spielchen sind exakte Zahlen nicht so wichtig, wir wollen ja nur eine ungefähre „Vorstellung“ vom Universum bekommen.

Als erstes schätzen wir die Anzahl der Sterne im Universum: Unsere Milchstraße beinhaltet weiterlesen…

THE CITY DARK beschreibt den kontinuierlichen Verlust der Nacht. Dabei wird der Filmemacher und Amateurastronom Ian Cheney bei seinem Umzug von Maine nach New York begleitet. Er entdeckt einen städtischen, von Sternen praktisch leeren Himmel und stellt die einfach klingende Frage: „Was verlieren wir, wenn wir die Nacht verlieren?“  Es wird der Frage nachgegangen, welchen Einfluss die Lichtverschmutzung auf Menschen und den Planeten hat. In sechs Kapiteln mit wissenschaftlichen und persönlichen Interviews und meditativen Sequenzen wird ein Blick auf das Verhältnis vom Mensch zum Himmel geworfen, THE CITY DARK wirft neues Licht auf die Bedeutung der Dunkelheit.

Nähere Infos unter: www.thecitydark.com

Der Film wird am Mittwoch, 14.03.12, 21:15 Uhr auf Servus TV ausgestrahlt! http://www.servustv.com/cs/Satellite/Article/The-City-Dark-011259416191056

Planetenliebhaber kommen dieses Wochenende wieder voll auf ihre Rechnung. Es kommt nicht oft vor, dass man den sonnennächsten Planeten Merkur ohne Probleme mit freiem Auge sehen kann. Er steht nach Sonnernuntergang (ab 18:30) tief im Westen in einer Reihe mit Venus und Jupiter. Venus strahlt sehr auffällig als „Abendstern“ vom Firmament, etwas links nach oben ist Jupiter bestens sichtbar. Später kann man auch noch Mars  als orangen „Stern“ im Osten auffinden. Und zu guter Letzt erscheint Saturn nach Mitternacht im Osten und steht um halb 5 genau im Süden. Es leuchten also 5 Planeten (ohne Hilfsmittel sichtbar) vom Himmel. Da für Freitag und Samstag auch gutes Wetter angesagt ist, steht der Beobachtung nichts im Wege.

Planeten
Schon gestern konnte Merkur (-0,6m) leicht im Westen gefunden werden. Schnell das Fernrohr drauf gerichtet und weiterlesen…

Wer hat nicht schon einmal gehört, dass der Polarstern der hellste Stern am Himmel sei?
Wir hören das regelmäßig. Es ist einer der vielen Astro-Mythen!

Strichspur Polaris beschriftet

Die Himmelsregion rund um den Polarstern in einer rund 10-Minuten-Langzeitbelichtung, Copyright: Christoph Bilban/IAAZ

Gemeinsam mit dem Abendstern streitet sich der Polarstern im Volksmund um den Titel „Hellster Stern“. Der „Arme“ schafft es jedoch nur auf Platz 47, ist also bei Weitem nicht der strahlendste Stern am Firmament. weiterlesen…

Sternschnuppe

Credit: Shooting Star Wallpapers

Fast jeder Mensch hat schon irgendwann mal eine Sternschnuppe am Himmel gesehen. Und so mancher glaubt, er habe nun einen Wunsch frei.

Aber warum klappt das mit den Wünschen einfach nicht so richtig? Könnte es daran liegen, dass das gar keine Sternschnuppe war? Aber was war es dann?

Echte Sternschnuppen entstehen durch kleine Meteoride oder Staubkörner, die aus Metall oder Gestein bestehen und meist nur Mikro-, Milli- bis vielleicht Zentimeter groß sind. Sie kommen aus den Tiefen des Weltraums und treffen mit äußerst hoher Geschwindigkeit auf die Luftteilchen der Erdatmosphäre. Dort verglühen sie in der oberen Atmosphäre in etwa 80 km Höhe und ziehen eine kurze Leuchtspur am Himmel. Pro Tag regnen bis zu 10 Milliarden (!) solcher Teilchen mit einem Gesamtgewicht von mehreren tausend Tonnen auf die Erde – der überwiegende Teil ist winzigst klein – zum Glück! Gelangt aber tatsächlich mal so ein Teil bis auf den Boden, spricht man von einem Meteorit.

Doch nicht alle beobachteten Sternschnuppen sind echt! Viele der sogenannten Sternschnuppen sind einfach nur weiterlesen…